LoL: Taipei Assassins vs Azubu Frost – Rückblick auf das Finale der Weltmeisterschaft 2012

LoL-Der S2 Pokal beim FinaleeSport scheint bei der Masse langsam aber sicher anzukommen, zumindest was das Zuschauen anbelangt. Ich weiß, diesen Satz wirst du schon ziemlich häufig bei anderen Spielen gelesen haben, aber das Finale der Weltmeisterschaft 2012 von League of Legends gibt doch einige Hinweise, dass dem wirklich so ist. Was dort alles passiert ist, möchte ich in diesem Artikel noch einmal rückblickend zusammenfassen.

Jede Menge Zuschauer

Folgendes Bild zeichnete sich in der Final-Nacht in Berlin: Zwei relativ große Bars hatten zum Public Viewing eingeladen und waren restlos ausverkauft, und das obwohl das Finale um 4 Uhr morgens gestartet ist.

Doch nicht nur in Berlin war einiges geboten, auch in Los Angeles, wo das Finale ausgetragen wurde, war die Hölle los. Die Halle, in der das Finale stattfand, war für 70.000 Besucher ausgelegt und restlos ausverkauft. Und auch obwohl es Nacht war in Europa tummelten sich auf den Streams mehrere Hunderttausend Leute.

Der Beginn der Spiele

LoL-Karthus bereitet sein Ultimate vor (roter Strahl)Das Interesse war also riesig und Riot wusste dies auch perfekt in Szene zu setzen. Alleine im englischen Stream führten 6 Kommentatoren durch die Show, plus immer mal wieder wechselnden Live-Gäste. Ähnlich sah es auch bei den anderssprachigen Streams aus. So etwas sieht man normalerweise nur bei Sportevents der Superlative wie z.B. beim Fußball oder dem Superbowl.

Doch wie startet man jetzt solch ein Finale? Für Riot konnte es darauf nur eine Antwort geben: Ein komplettes Orchester und ein Video, das den Weg der Teams von den Regionalmeisterschaften zu den Weltmeisterschaften zeigte.

Wer aber glaubte, dass die Zuschauer schon abgingen wie sonst was, nachdem das Video beendet war, der irrte, denn danach zogen die beiden Finalisten Taipei Assasins (TPA) und Azubu Frost (AZF) in die Arena ein und die Halle bebte. Kurzum, die Bühne war bereit für eine Menge LoL-Action.

Riot hatte im übrigen Wort gehalten: Es gab für beides Teams keine Möglichkeit mehr, auf irgendeinen anderen Monitor zu schauen als den eigenen. Außerdem hatte man bei beiden Teams einen Schiedsrichter hingestellt, der das Ganze überwachen sollte. Riot hatte also aus den Problemen bei den Play-Offs wirklich gelernt.

Die Spiele (Spoiler!)

LoL-kurzes Abklopfen in der MitteDie erste Runde von TPA vs. AZF  war ziemlich spannend. Gerade am Anfang konnte TPA einen ziemlich guten Vorsprung herausfahren, verlor dann aber die Teamkämpfe haushoch. Besonders als Karthus dann einen Quadra Kill einfahren konnte und nur 100 Lebenspunkte vor einen Pentakill stand, lief das ganze Match zu AZFs Gunsten. TPA kam nicht mehr dazu, sich ordentlich zu erholen und wurde dann schlussendlich geschlagen.

Die zweite Runde lief schon wesentlich ausgeglichener ab. Beide Teams schenkten sich nichts, nur dass dieses Mal Karthus auf Seite von TPA stand und immer wieder das Kampfgeschehen zu TPAs Gunsten drehen konnte. Nach langem Hin und Her konnte TPA dann den Sieg einfahren und den Ausgleich schaffen.

Die dritte Runde des Finales der Weltmeisterschaften war mehr als nur suspekt. AZF bannte vor jedem Spiel Oriana, weil sie genau wussten, dass es, wenn TPA diese in die Hände bekommt, sehr schlecht für sie aussehen würde. Und hier passierte es dann auf einmal: AZF bannte Oriana dieses Mal nicht und es musste kommen was kommen musste. TPA griff sich Oriana und legte eine phänomenales Spiel hin! Azubu Frost wurde mehr als nur wörtlich überrollt und musste dann nach knapp 23 Minuten die Segel streichen und das Spiel aufgeben.

In der vierten Runde könnte man ja meinen, dass AZF aus ihrem Fehler mit Oriana gelernt hat und sie wieder bannen würden, besonders wo es jetzt um alles ging. Aber dem war nicht so. TPA konnten sich dieses Mal wieder ihren Lieblings-AP-Carry schnappen. Und auch hier rächte sich das wieder. Zwar überrollten die Taipei Assassins Azubu Frost nicht so wie beim ersten Mal, aber man konnte schon relativ früh abschätzen, wohin die Reise geht. Nach einer wahnsinnig guten Inhibitor-Aktion in der Basis von AZF  konnte TPA den Weltmeister-Titel für sich beanspruchen.

Rückblick auf die Weltmeisterschaft

LoL-Lilballz gegen Shy in der Top-LaneNachträglich muss ich sagen, TPA war durchaus das bessere Team. Ab der dritten Runde fand AZF nicht mehr richtig ins Spiel und vergab eine Menge Chancen.

Aber die Spiele zeigten auch einige Probleme, die League of Legends besitzt. Sechs bannbare Champions sind bei der Masse, die es mittlerweile an Champions gibt, einfach zu wenig. Und gerade Shen, den man dann aufgrund der sechs vorhandenen Plätze nicht mehr bannen konnte, hat nicht nur einmal das Spiel dank seines Ultis zum Teleportieren entscheidend beeinflusst.

Dennoch waren die Weltmeisterschaften der helle Wahnsinn und Riot und die Spieler haben alles daran gesetzt, dass die Weltmeisterschaften ein Erfolg werden. Riot kann nun die Zeit nutzen, um einige interessante Änderungen im Spiel einzubauen und die Spieler auf die kommende dritte Saison vorzubereiten.

Tipp: Unbedingt die beiden Filme aus der Pause anschauen!


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Veröffentlicht in: News

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