Champions of Valoran – Teil 4: Krisensitzung und Dunkle Buße

LoL - Champions of Valoran

LoL - Champions of Valoran

Jeden Montag erscheint hier auf LoLSpot.de ein neuer Teil des Fanfiction-Buchs „Champions of Valoran“ aus der Feder von Kevin aka Cybercookieee! Alle bereits erschienenen Teile und weitere Infos zum Projekt findest du hier: Champions of Valoran – Alle Teile.

Zhaun

Geschäfte, Leid und Bier

„Schon wieder ein Toter“, sagte Singed, als er aus seinem Laden herausging. „Na und?“, sagte Gragas gleichgültig der ihm folgte. „Solang es keine zahlenden Kunden sind, interessiert ein Tod in Zhaun niemanden.“, sagte er lachend. Singed schob die nicht vorhandene Augenbraue hoch. „Ich weiß, das weiß jeder hier. Bringen wir ihn zu den anderen. Ich hasse es wenn die Straßen voller Leichen sind. Es riecht noch schlimmer als ohnehin schon.Ich wette das war dieser nervige Clown von dem man hört. Ich mein den, der den Reporter vom Journal of Justice niedergestochen hat.“, stöhnte Singed genervt. „Kann sein. Ist mir relativ egal wen der abmurkst. Hauptsache er räumt die Sauerei danach wieder auf!“, sagte Gragas wütend.

Er musste des öfteren in bestimmten Gassen über die Leichen einiger Menschen und Mutanten steigen, was ihn oftmals ziemlich ärgerte bei seinen nächtlichen Tavernenbesuchen.Gragas packte die Leiche mit den Stichwunden über seine Linke Schulter, sein Fass mit seinem „Perfekten-Tröpfchen“ -Marke Eigenproduktion -unter dem Rechten Arm. Sie gingen durch die miefigen, dunklen Gassen. Ihre Brauerei lag in den dunkelsten Slums Zhauns, dort wo nur das Ungeziefer der Ungeziefer lebte. Auf ihrem Weg durch den Park, welcher eher einer toten kleinen Waldlandschaft als einem Park glich, sahen sie Twisted Fate, der gedankenverloren mit seinen Karten hantierte, welche er normalerweise mittels Magie zum

Kampf nutzte. Singed war derjenige, der es ihm in einem riskanten Experiment ermöglichte, diese Art von Magie zu benutzen. „Immernoch Liebeskummer. Er könnte einem fast leid tun.“, sagte Gragas nachdem er sich einen guten Schluck gönnte. „Leid tun? Selbst Schuld wenn er sich an ein Weib verkauft hat. Das ist kein Zeichen von Trauer sondern von Schwäche.“, spottete Singed, dem eine Karte des Schurken haarscharf am Gesicht vorbeiflog und einen tiefen Krater in den hinter ihm befindlichen Baum schlug. Der Zauberschurke trug einen dreieckigen Hut mit Karten am Band und schwarze Kleidung. Sein Gesicht war von einem bösartigen Blick geprägt. Er hatte schwarze, lange Haare und einen kurzen Kinnbart.

„Scheint als hätte er es gehört.“, lachte Gragas und strich sich kurz mit der Hand durch seinen langen, orangefarbigen Bart. Sie gingen in eine Taverne , „Zum brodelnden Grog“. Gragas´ Stammlokal war es nicht, da er am liebsten mit Jax, dem Großwaffenmeister, in der Taverne „Zum Laternenanzünder“ an Noxus´ legendärem Vexallia-Platz feierte, aber er war auch nicht nur für sein übliches Saufgelage hier. Sie gingen an dem Tresen vorbei in eine Art Hinterzimmer. Gragas kam wieder heraus, ohne Leiche aber mit einem zweiten Fass unter dem Arm.

LoL - Gragas Artwork

Südlich von Rakelstake, Territorium der Winterklauen

Kayle und Ihre Truppen kamen gerade am Ende des Passes an, welcher über die Ironspike Mountains führte und mussten sich eingestehen, dass sie nicht ohne weiteres weiterkommen konnten, denn eine Art riesiger Eisblock versperrte ihnen den Weg. „Und jetzt? Dieses Ding können wir nicht durchdringen.“, sagte Kayle verärgert.

„Wir werden es umgehen müssen“, sagte Janna. „Du bist die einzige die vorrausfliegen kann. Ich kann unsere Männer nicht alleine lassen. Sie brauchen eine Pause und den Rückenwind. Wir werden dich einholen. Wir treffen uns in Rakelstake.“, sagte Janna bedächtlich. Kayle nickte und flog empor über den riesigen Eisklotz hinweg in den Schneesturm. Hier war es auch schwer für sie zu fliegen, da sie dieses Wetter nicht gewohnt war. Rakelstake war eine Stadt im Bereich der Eisderwische, nahe an der Grenze zum Territorium der Winterklauen, welches sie zuerst überqueren musste.

Zhaun, „Zum brodelnen Grog“

Krisensitzung

„Noch einer? Ihr stopft mein Lager ja voll mit fleischigem Abfall“, sagte ein Werwolf, mit blau-grauem Fell, welcher Mahnend seine Krallen vor Singeds Gesicht hielt. „Du wolltest Ware, hier hast du sie, Meister.“, sagte er störrisch. „Ja aber lebende. Weißt du wie anstrengend es ist ständig einen Nekromanten anzuheuern um lebende Versuchskaninchen zu bekommen?“, knurrte der Werwolfsmann.“Warwick, entweder so, oder du gehst selber Jagen. Und wir wissen beide, dass dann nicht einmal benutzbare Fetzen übrig bleiben.“, sagte Singed, wissend, dass er die Oberhand in diesem Thema hatte. „Ich gehe jetzt, bis später,Meister.“, sagte Singed mit einer gleichgültigen Verabschiedungsgeste.

Kaum hatte er das Hinterzimmer verlassen wartete eine neue Überraschung auf ihn. „Was macht ihr denn hier?“, sagte Singed herausfordernd. „Wurdet ihr noch nicht informiert, Chemiker?“, fragte Katarina eindringlich. „Über was?“, erwiderte der glatzköpfige, mit einem Schild ausgerüstete, Bandagierte. „Starrt mich nicht so an, sonst werdet ihr im Glanze sterben.“, zischte sie. Sein gesamtes Gesicht ab dem Nasenhügel abwärts war bandagiert. Sie spottete über ihn, als hätte er ihr in den Aussschnitt gegafft, den ihre kurze Lederrüstung preisgab. „Ich wüsste nicht, dass dein Ego noch mehr glänzen könnte.“ „Ich meinte den Glanze meiner Dolche, du naiver Krüppel.“ Singed würde sich wehren, war allerdings nicht bewaffnet.

„Macht mal halblang ihr beiden. Sonst kämpf ich mit.“, sagte Gragas in einem gröhlenden Ton. Jeder wusste was das hieß, so auch der Barkeeper hinter der Ausschenke, welcher schon oft miterleben durfte, was alles zugrunde ging wenn Gragas eine Kneipenschlägerei anfing. Und vorallem wer alles dabei zugrundeging. Der Schrecken war ihm ins Gesicht geschrieben. Als er Gragas bitten wollte sich herauszuhalten flog bereits ein Wurfdolch, Kunai genannt, aus der Halterung an Katarinas Oberschenkel in die Schulter des Barkeepers. „Schweig, das ist eine noxische Angelegenheit, Wurm.“

„Hey! Spinnst du, du Göre? Wer soll mir jetzt noch das Bier ausschenken!?“, schrie Gragas mit mordlustiger Stimme. Die übrigen Gäste strömten so schnell es ging aus der Taverne. Auch Warwick zeigte sich nun im Hauptraum und roch mit erhobener Nase bereits das verschüttete Blut des Barkeepers. „Noch ein Versuchskaninchen, noch am Leben wie es scheint.“, freute er sich. „Nun, ich werde euch erzählen, was wir von nun an machen werden.“, sagte Sion, der seine Axt „Chopper“ in dem Tisch zwischen Singed und Katarina parkte und ihn entzwei schlug.

Er erzählte von dem Kommandotreffen und ihren bisherigen Informationen. „Katarina und ich werden nach Piltover gehen, sodass wir euch von dort aus Rückendeckung geben können und Transportmittel organisieren können. Singed,Warwick und Gragas ihr kommt mit und zerstört ihre Verteidigungsanlagen, sodass wir nicht gestört werden. Später fliegt ihr von dort aus nach Freljord. Ihr müsst herausfinden was passiert ist und in der Lage sein sie aufzuhalten.“, sagte er mit seiner Untoten, rauchigen Stimme.

Während er sprach türmte sich eine riesige violette Gestalt mit einem Spaltbeil hinter ihm auf. „Mundo machen mit! Klingen nach Spaß!“, sagte Dr. Mundo einer der verrücktesten Wissenschaftler Zhauns, welcher durch Experimente eine überaus abnormale Physis und Sprache entwickelt hatte. Er hatte ein zerrissenes Hemd an und kurze, wuschelige, schwarze Haare.

„Mundo, du bist kein Mitglied des Noxus. Zumindest nur indirekt.“, sagte Katarina. „Naund? Er kann meine Stelle haben!“, sagte Gragas als er das nächste Fass köpfte. „Aber Gragas du kannst doch nicht…“, sagte Singed. „Willst du mich aufhalten, kleiner?“, sagte er mit verengten Augen, die herausfordernd und ernst zu ihm rüber schielten. „N-Nein…“, sagte Singed resignierend. Gragas Miene wandelte sich zu einem fetten Grinsen und Lachfalten an seinen kleinen Augen. Er zog sein Hemd aus und watschelte mit seinen verwuschelten orangehaarigem Halbkranz und seiner dicken Wampe zufrieden aus der Tür hinaus und schrie: „Ich geb nen feuchten Kericht auf eure Pläne!

Ihr wisst wo ihr mich findet!“ Ein Seufzen ging in der Runde umher. „Heißen das, Mundo können kommen mit?“ „Ja Mundo können kommen mit.“, sagte Katarina genervt davon, sich als Elitekriegerin mit solch komischen Kerlen rumschlagen zu müssen. Zudem kam sie sich bei dem Wiederholen seiner Worte selbst wie ein solcher vor. „Morgen früh brechen wir auf!“, sagte Katarina und verschwand die Treppe hinauf, in die Gemächer der Gaststätte.

LoL - Dr. Mundo Artwork

Währenddessen irgendwo östlich von Freljord

Dunkle Buße

Xerath schwebte weiterhin durch die Steppenartige Landschaft, auf der Suche nach Magie die er absorbieren konnte. In der Ferne konnte er Bergspitzen und eine Stadt erkennen, welche er aus seiner Zeit nicht kannte. Er entschied sich in die Richtung der Stadt zu flüchten, weil in jeder Stadt Magier waren, welche es zu schlagen galt. Als er an einigen Monolithen vorbeikam, welche riesige eingravierte Runen aufwiesen, blieb er stehen. „Halt, Kreatur.“, sagte eine mystisch klingende Stimme. „Komm heraus, Leerenwandler. Du kannst dich nicht vor mir verstecken.“, sagte Xerath spöttisch. EineGestalt bildete sich aus dem Schatten des Monolithen zu Xeraths Rechten ab.

Sie trug ein langes Gewand, eine dunkle, magiedurchtränkte Klinge und eine Art Helm mit Hörnern und Schläuchen, die aussahen wie Luftschläuche. „Bist du der Flüchtling, der diese Welt bedroht?“, sagte der Leerenwandler erzürnt. Er richtete die Klinge auf Xerath.“Bedroht? Das klingt gerade so, als könnte man mich aufhalten. Denkst du wirklich du könntest etwas mit deinem Zahnstocher ausrichten?“, lachte die arkane Bestie. „Ich, Kassadin, Beschützer der Welten und Überlebender Icathias, werde dich von deinem boshaften Leid erlösen und dir zeigen, was wahre Magie ist.“, schrie Kassadin als er sich nach vorne zu Xerath portete. Er schlug mehrmals auf diesen ein , was Xerath mit den schwebenden Rüstungsteilen konterte, die mit ihm einhergingen. Als sich Kassadin hinter ihn portete und ihn genau in der Mitte „zerschnitt“, musste er feststellen, dass diese Taktik nicht gegen Elementare wirkte.

Erschrocken zog sich Kassadin einige Meter aus dem Nahkampf zurück. „Glaubst du mir jetzt? Jetzt bin ich dran!“, rief Xerath als er Blitzsalven auf Kassadin abfeuerte, welche er mit Teleportationen zur Seite auswich und Leerenkugeln die auf Xerath einprasselten beantwortete. Xerath beschwor einen Wirbel unter sich, welcher ihn an die Erde unter ihm Bund und vor Treffern von Kassadin abschirmte. Er absorbierte sie und gewann mehr und mehr Kraft und Mana dazu während Kassadin zunehmend schwerfälliger wurde, da seine Ausweichtechniken seines bis zum Nullpunkt verbrauchten. Er setzte zu einem letzten Schlag an, alles oder nichts, er musste die Welt vor diesem Monster beschützen. Er portete sich vor Xerath, Riss den Kern, der ihn und seine schwebende Rüstung zusammenhielt in die Luft, weg von seinem schützenden Wirbel und ließ die Materie auf die Ketten überlaufen. Die Arkane Energie in Xerath rotierte nun nicht mehr mit sich selbst, sondern genauso mit Kassadins und zerstörte nach und nach seinen Magiekreislauf.

Xerath schien zu implodieren, doch bevor Kassadin sich lösen konnte fuhr ein riesiger Blitz auf ihn herab, welcher ihn während er materealisiert war wortwörtlich röstete. Bewusstlos viel er hinab und verschwand in einem Portal welches sich unter ihm, kurz vor dem Boden öffnete und ihn vor einem tödlichen Sturz rettete. „Nächstes mal kriegen wir dich.“, sagte eine Xerath unbekannte Stimme. „Mein Bruder wird dich töten, wenn die Zeit reif ist.“

Auf die Drohung reagierte Xerath mit einem müden Lachen, denn die Materie welche er in seinem Kreislauf zirkulieren und kanalisieren musste, machte ihm zuschaffen. Ich muss…sie mir anpassen. Xerath ging an eine abgelegene Stelle und begann sich einen Plan zu schmieden, weit weg von dem Chaos welches er im Kampf mit Kassadin angerichtet hatte.


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Kommentare zu "Champions of Valoran – Teil 4: Krisensitzung und Dunkle Buße"

Ich muss zugeben das mich die Wall of Text am Anfang erstmal abgeschreckt hatte, aber das hat sich dann irgendwie vollkommen gelegt wenn man erstmal drin ist und es liest.

Und jeah Xerath for the Win, wenn Riot ihn schon vergisst bin ich froh das er wenigstens hier seinen Auftritt bekommt und den Kasa mal ordentlich auf seine Atemmaske haut. 🙂

Freu mich auf den nächsten Teil!

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